Bildungsinitiative Hameln
Parteiunabhängigkeit? !
Bevor wir einen kleinen Rückblick, auf die Demo verfassen, möchte ich etwas loswerden.
Heute erreichte uns über unsere Kontaktseite folgende Mail:
Verfasser: ANONYM
Nachricht:
Die angepriesene Parteiunabhängigkeit stimmt wohl nicht. Die Piratenpartei ist auch eine Partei, oder nicht, Simon Jonski?
Der Verfasser hatte angegeben, eine Antwort per Mail erhalten zu wollen. Leider gab er jedoch keine Mailadresse an. Vielleicht erreiche ich Ihn ja hierdurch.
Nochmal öffentlich: Ich bin Pirat, ja, und die Piraten sind eine Partei. Meine Mitgliedschaft habe ich bisher niemandem gegenüber verschwiegen oder falsche Angaben darüber gemacht. Sie ist öffentlich und auch im Internet leicht zu recherchieren.
Nochmal öffentlich: Weder meine, noch die Parteizugehörigkeit oder -sympathie eines Organisationsmitglieds hatten irgendeinen Einfluss auf die Initiative.
Ich hatte gehofft, dies durch die bisherigen Beiträge klar herauszustellen. Dies ist mir anscheinend nicht gelungen. Anscheinend ist mir nicht gelungen klar zu machen, dass die Gründung dieser Initiative nicht auf der Idee meiner Partei oder einer anderen Partei entstanden ist.
Persönlich finde ich es traurig, wenn die Initiative in irgendeiner Form als Idee der Piraten oder geführt durch die Piraten oder anderer Parteien/Organisationen wahrgenommen wird.
Ich möchte hier jetzt Fragen, ob ich den Eindruck erweckt oder verstärkt habe, zum Vorteil oder auf Geheis meiner Partei gehandelt zu haben oder aber die Initiative aus persönlichen/parteilichen Gründen Instrumentalisiert habe.
Ich rufe jeden auf, der diese Initiative wahrnimmt, bitte darüber nachzudenken und mir über das Kontaktformular eine Rückmeldung zu zukommen zu lassen.
Sollte dies der Fall sein, werde ich mein Engagement innerhalb der Initiative aufgeben, um so die Unabhängigkeit und den Erfolg der Initiative nicht zu gefährden.
Nachtrag von tillz
Ausserdem möchte ich hier noch einmal darauf hinweisen, dass es schwer bis unmöglich ist, Organisatoren zu finden, die ausser der Bildungsinitiative keinerlei anderweitiges Engagement zeigen. Ob es sich dabei nun um Parteien, Vereine oder Organisationen handelt, sei dahingestellt.
Dadurch liegt es in der Verantwortung eines jeden von uns, und darüber sind wir uns durchaus im Klaren, nicht im Sinne einer eventuellen Partei, Organisation oder derartigem zu handeln, sondern im Sinne der Bildungsinitiative bzw. viel eher der Schüler. Auch sollte jedem aufmerksamen Verfolger aufgefallen seien, dass keiner der Organisatoren in irgendeiner Weise eine Partei gutgeredet bzw. schlechtegeredet hat, noch irgendwelche anderen Organisationen angesprochen (auch indirekt) hat.
Dezember 11, 2009 - 10:38 pm
Ich bin mir sicher, dass ein Stammtisch in Hameln bestätigen kann, das Simon bei dieser Aktion autark gehandelt hat, nicht direkt oder offiziell unterstütz wurde (dieses wurde einstimmig abgelehnt, da die Meinung vertreten wird, dass ein solch generelle Aktion nicht durch die Präsenz einer Partei verwässert oder zur indirekten Werbung mißbraucht werden sollte und darf).
Ich hoffe, dass ihr trotzdem weitermacht und noch einiges für Hameln und Umgebung erreichen werdet!
Dezember 12, 2009 - 11:59 am
Kann mir mal einer erklären, welche Rolle die Parteizugehörigkeit von Mitgliedern einer Initiative spielt?
Wen interessiert, ob der Vorsitzende seines Sportvereins in einer Partei engagiert ist?
Solange man in der Lage ist, Parteipolitik und Aktionspolitik im eigenen Interesse und dem tausender Anderer zu trennen und bei einer Bildungsdemo nicht Forderungen wie Tempo 100 auf allen Autobahnen oder sonstige Themen erörtert, die nicht das ausdrückliche Ziel des Bündnisses sind, ist es doch in Ordnung.
Btw:
Wiedereinführung der Lehrmittelfreiheit sowie Abschaffung der Studiengebühren sind KEINE exclusiv Forderung der Piraten!
Seit deren Einführung durch Schwarz/Gelb im Land fordern dies auch, aber nicht nur die Roten.
Wenn ich nicht irre, gibt es überhaupt nur 2 Parteien, die das aktuelle System gut finden.
Soll also heissen, nur jemand, der schwarz, gelb oder parteilos ist, dürfe dieses Bündnis führen.
Zudem wäre es von Vorteil, wenn er gute Noten vorweisen könnte, damit nicht der Verdacht auf puren Egoismus fällt.
WAS FÜR EIN UNSINN!!!
Ich bin jetzt 29, mit der Schule also schon lange durch. In meiner Schulzeit gab noch Lehrmittelfreiheit und keine Studiengebühren.
Unabhängig von politischen Präferenzen gebieten es doch Moral, Verstand und nicht zuletzt auch der Anstand, den Kindern und Jugendlichen wenigstens die Möglichkeit einzuräumen, unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern qualifizierte Abschlüsse zu erlangen.
Dabei interessiert es mich herzlich wenig, ob jemand, der dafür einsteht Pirat, Juso, Juli, Ju oder sonstwas ist. entscheidend ist, dass etwas gegen das derzeitige, desolate System unternommen wird und jeder Schüler wieder eine faire, gleiche chance bekommt!
Sich jetzt hinzustellen und rumzuheulen, dass jemand, der zufällig auch Pirat ist das Bündnis führt ist LÄCHERLICH!
wenn “Anonym” interesse an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema hat, dann möge doch auf sachlicher Ebene erörtern, was die Schwarz/Gelbe Bildungspolitik durch die Reformen in ihrer bisherigen Amtszeit erfolgreich zum Nutzen und im Interesse der breiten Schülerschaft erfolgreich optimiert hat, und an welcher Stelle genau sich herr Jonski falsch verhalten und gegen die Interessen des Bündnisses gehandelt hat.
Dezember 12, 2009 - 2:20 pm
Als Pirat kann ich hier nur nochmals ausdrücklich erwähnen, dass wir uns sehr darüber gefreut haben, dass gemeinsam mit vielen anderen Parteien oder Jungorganisationen anderer Parteien wir uns einhellig dazu entschieden haben, die Demonstration wie die Initiative “Hameln Brennt” nicht für uns zu instrumentalisieren, sondern gemeinsam für die Schülerinnen und Schüler als Ansprechpartner zu agieren.
Uns wurde von vielen Seiten dies bereits als positiv anerkannt und wir werden weiterhin jegliche Hilfe bei den wichtigen Forderungen der Schüler mit Rat und Tat zur Seite stehen. Falls dies gewünscht ist.
Hier seien auch die Jusos hervorzuheben, die mit bei der Demonstration ohne Zugehörigkeit engagiert waren, wie vorher abgesprochen.
Wir wollen die Ziele umgesetzt sehen und nicht uns im Rampenlicht, dies ist unserer einziger bisheriger Standpunkt zu dieser wichtigen von Schülerinnen und Schülern getragene Initiative und hier spreche ich persönlich Simon eine bisher absolut unabhähngige Handhabung und Umsetzung zu.
Dezember 12, 2009 - 7:00 pm
Hey!
Simon? Ich finde es ziemlich verantwortungsbewusst, dich zurückziehen zu wollen, sollte die Mehrheitsmeinung dahingehend tendieren, dass klar zu sehen ist, dass ihr als Piraten hinter der ganzen Sache stünden. Jedoch ist das nach meinem Befinden nicht nur nicht nötig, sondern auch jede Überlegung in Richtung dieses Vorwurfs hinfällig.
Ich habe wärend der ganzen Zeit der Vorbereitung der Demo und wärend dieser nicht ein einziges Mal das Gefühl gehabt, dass die Initiative Piraten-dominant ist.
Und wärend der Demo…Hat da irgendjemand auf irgendeinem Banner auch nur ein einziges Logo der Piraten gesehen? Also ich nicht.
Gruß,
Anni
Dezember 12, 2009 - 7:42 pm
hallo von mir,
simon, ich finde es unglaublich anständig, dass du überhaupt auf den gedanken kommst, aufgrund von solchen anschuldigungen dein engagement aufgeben zu wollen. darüber hinaus traue ich dir nach gemeinsamer arbeit an der organisation auch zu, es sogar umzusetzen.
wie anni aber schon geschrieben hat, wäre der initiative damit in keinster weise gedient.
die anschuldigung halte ich für absolut verwerflich. unter parteiunabhängigkeit verstehe ich: materiell und personell unabhängig, sodass keine ziele/forderungen an uns von seiten der parteien “unter zwang” durchgesetzt werden können.
materiell unabhängig sind, keine der parteien musste uns für unsere aktion mit geld oder material unterstützten.
personell unabhängig sind wir auch, da wir bisher bei der organisation nach einem demokratischen prinzip gearbeitet haben und das auch weiter tun werden. da keine partei mit einer absoluten mehrheit vertreten ist (im gegenteil, ich glaube simon und evtl till sind die einzigen, die sich parteipolitisch engagieren, berichtigt mich, wenn ich falsch liege), sind wir also in dieser hinsicht unabhängig.
uns als abhängig zu bezeichnen, wenn EIN mitglied einer partei angehört, finde ich eigentlich sogar nicht nur verwerflich, sondern auch ein klein wenig dämlich.
ich fand die bisherige arbeit in der organisationsgruppe sehr angenehm. kein mitglied hat sich selber in den vordergrund gerückt, sondern wir haben gemeintschaftlich entschieden und geplant.
so viel zu diesem eigentlich überflüssigen thema von mir.
joschka